In aller Kürze

Liebe Wählerinnen, liebe Wähler,

Am 12. September 2021 wählen wir im Landkreis Hildesheim eine neue Landrätin oder einen neuen Landrat. Zu dieser Wahl trete ich an unter dem Motto „zuhören – verstehen – verbinden“ an.

Dieses Motto verdeutlicht einen anderen Politikansatz: Statt der üblich gewordenen Methode des Übertönens, der Flut von Falschdarstellungen und der Polarisierung der Gesellschaft, setze ich auf die leise Kommunikation, dem Verstehen der Zusammenhänge und der Verbindung der Gegensätze.

Meine Kandidatur zum Landrat ist ein Angebot an die Wählerinnen und Wähler für eine ökologischere, sozialere und pluralere Ausrichtung des Landkreis Hildesheim.

Drei große Themen werden uns in den nächsten Jahren bewegen:

  • Der Klimawandel und das Artensterben,
  • der demographische Wandel und
  • die Digitalisierung.

Hinzu kommt als übergreifendes Thema die Sicherung der Demokratie.

Damit diese Aufgaben im Landkreis endlich angepackt werden, bitte ich um Ihr Vertrauen und Ihre Stimme.

Klimawandel und Artensterben

Der menschengemachte Klimawandel stellt schon heute die Menschen im Landkreis Hildesheim vor Herausforderungen. Diese Herausforderungen werden in den kommenden Jahren mehr und mehr unser politisches Handeln bestimmen. Ohne einen Politikwechsel auf allen Ebenen, steuert die Menschheit direkt in die selbstverschuldete Klimakatastrophe.

Als Teil der Politik muss der Landkreis sich deshalb sowohl für die Begrenzung des Klimawandels einsetzen, als auch für die notwendigen lokalen Maßnahmen zur Begegnung seiner Auswirkungen aufstellen.
Dabei gilt es die Spannungen innerhalb des Landkreises und zwischen den Menschen nicht zu vertiefen. Klimaschutz zu Lasten ärmerer Teile der Gesellschaft oder zu Lasten des ländlichen Raumes darf es nicht geben. Die Widersprüche zwischen Natur- und Klimaschutz, sollen im Konsens aller Betroffenen gelöst werden.

Trotz der nötigen Eile, müssen demokratische Prinzipien eingehalten werden, denn Klimaschutz ohne plurale Demokratie, ist kein Klimaschutz!

Demographischer Wandel 

Der Landkreis Hildesheim hat in den letzten 30 Jahren einen intensiven Strukturwandel durchgemacht, der jetzt in den demografischen Wandel übergeht. Dieser Wandel war geprägt vom Niedergang der ansässigen Großbetriebe, einem damit verbundenen Anstieg von Arbeitslosigkeit, sowie der Verschuldung der öffentlichen Hand und anschließenden schmerzhaften Sparmaßnahmen. 

Oft genug sind von diesen Maßnahmen diejenigen betroffen, die sich ohnehin kaum Gehör verschaffen können. Im Rahmen seiner Geschäfte der laufenden Verwaltung muss der Landkreis deshalb deutlicher als bisher der Würde des Menschen gerecht werden.

Digitalisierung

Für die Zukunft des Landkreises ist die Digitalisierung der Verwaltung ein Schlüssel zur Gestaltung des Wandels. Damit sind nicht Äußerlichkeiten gemeint, sondern die innere Digitalisierung der Verwaltung: Von der Kommunikation bis hin zur computerunterstützten Entscheidung. 

Neue Abhängigkeiten von industriellen Produkten und Strukturen sollen dabei nicht entstehen, vielmehr soll in der Zusammenarbeit mit anderen Kommunen und der Open-Source-Community nach transparenten und datenschutzkonformen Lösungen gesucht und diese umgesetzt werden.

Sicherung der Demokratie

Der autoritäre Nationalradikalismus ist die größte Bedrohung unserer lebendigen Demokratie seit ihrem Bestehen. Der Polarisierung der Gesellschaft und der grob falschen Vereinfachung muss etwas entgegengesetzt werden. Unsere Welt ist komplex und grobe Vereinfachungen werden ihr nicht gerecht. Sinnvoller ist eine umfassende, vielfältige Teilhabe und „zuhören – verstehen – verbinden“.

Regelmäßige Zukunftskonferenzen, an denen zufällig aber repräsentativ ausgewählte Menschen teilnehmen, sind eines der Mittel dem (Rechts-)Populismus die Grundlagen zu entziehen. Dazu muss die Finanzierung der kommunalen Daseinsvorsorge auskömmlich und Raum für echte Entscheidungen vorhanden sein.